Samstag, 2. Oktober 2010

Wieviel Pessimismus verkraftet eine Gesellschaft?

Als ich die Woche in einem Cafe saß, kamen Schülerinnen vorbei um für die Obdachlosen-Suppenküche ein bisschen Geld zu sammeln. Die Reaktionen der anderen Cafe-Besucher hat mich mal wieder entsetzt. Die meisten haben ohne die Mädels anzuschauen nur den Kopf geschüttelt, manche haben versucht diese Erscheinungen einfach weg zu ignorieren und leider habe ich niemanden gesehen, der ihnen  etwas gegeben hätte. Ist denn die allgemein verbreitete Angst vor Abzockern so groß, dass der Gedanke jemandem anderen zu helfen minderwertig erscheint? Wäre die Gefahr dass die Schülerinnen-Bande nach dem Raubzug voller Arglist fürs Spaghetti-Eis zusammenlegt so kränkend, dass man sich nicht in dieses Risiko begeben möchte? Haben die hunderte von „Wir-decken-auf" TV Formate nicht schon genug Missgunst gesät?
Ich möchte, dass man sich bei den Mädels für ihr Engagement bedankt und natürlich dass jeder zweite ein paar Groschen spendet. Und das ist der Punkt. Ich glaube an Engagement und Unterstützung für eine Gemeinschaft an ehrenamtliche Tätigkeiten und daran Omas über die Straße zu helfen. Daher möchte ich endlich auch positive Beispiele dafür in der deutschen TV-Landschaft finden. Aber auch in einer zeitgemäßen, flinken und unterhaltsamen Machart. Daher lasst mich meinen Film machen um zu zeigen dass es nicht nur Konflikte im Leben und Film braucht sondern auch Optimismus.

Keine Kommentare:

Kommentar posten